Monatsarchiv: Februar 2017

Die Geographie der Zweisprachigkeit

Auf den Spuren der Verwicklungen zwischen Sprache, Ort und Raum: Die Kulturwissenschafterin DI Nada Zerzer erkundet in einem Stadtgespräch die Bedeutung der Repräsentation von Minderheitensprachen. Auf der Suche nach der Bedeutung von Sprache geht es bis in die kleinsten Dörfer. Und wo fängt ein Dorf an? Bei der Ortstafel natürlich, die es in Österreich zu zweifelhaftem Ruhm gebracht hat. Die Kärntner Slowenin spricht über die durchaus schmerzhafte...

friedhofsrose auf rhodos

Das kleine Reisetagebuch oder Vom Zugehören

Nun bin ich also auf Rhodos. Der Name zerrt seit meiner Kindheit märchenhafte Bilder vor mein geistiges Auge: Breite kopfsteingepflasterte Gassen – umsäumt von Rosensträuchern und Zypressen –, in denen kleine Gruppen von dunkelhaarigen Männern in Leinenanzügen und jungen Frauen in knielangen Kleidern lachend umherschweben. Eigentlich ist es nur eine junge Frau, nämlich die Mutter von Serdar, meines Freundes seit der Volksschule, die da lacht und zum...

An jedem verdammten Sonntag

In diesem Text geht es nicht um American Football, sondern um eine andere Sonntagstradition. Um 20.15 Uhr beginnt fast wöchentlich eine neue Folge „Tatort“ und damit auch die  Diskussion auf der dazugehörigen Facebook-Seite. Für die nächste  Erstausstrahlung aus Köln erwarte ich auf Facebook etwas Kritik für den schlechten Ton und vor allem Lob für das „typisch deutsche“ Thema. Was ist mit „typisch deutsch“ hier gemeint? Bei den...

20 Jahre edition exil und exil Literaturpreise

Eine Hommage, verbunden mit der Hoffnung auf weitere 20 Jahre Das Jahr 2017 sollte Anlass zum Feiern sein für das Projekt der exil-Literaturpreise, werden sie doch zum 20. Mal ausgeschrieben und verliehen und können somit auf zwei Jahrzehnte Erfolgsgeschichte zurückblicken. Die edition exil und ihre Preise stehen für ein Verständnis für Literatur, die von politischem Engagement für eine offene, mehrsprachige und solidarische Gesellschaft nicht zu trennen ist,...