Markiert: Flucht

Reise nach rechts. Eine Fallstudie.

Zu Beginn des Sommers wurde im Nationalrat mit dem Beschluss des Fremdenrechtsänderungsgesetzes auch das Staatsbürgerschaftsgesetz geändert. Anerkannte Flüchtlinge hatten bisher die Möglichkeit, die Aufenthaltsfrist für eine Einbürgerung von den regulären zehn auf sechs Jahre zu verkürzen. Diese Möglichkeit wurde nun gestrichen. Gesetzesänderung mit Geschichte Eine Gesetzesänderung mit einer langen Geschichte und es lohnt sich, hier ein paar Jahre zurückzublicken. Zum Beispiel auf das Jahr 2005: Die ÖVP...

Intime Beziehungen zwischen Fremden

Sabine Strasser, Professorin am Institut für Sozialanthropologie an der Universität Bern, hielt sich zwischen März und Juni 2016 im Rahmen eines Sabbaticals an der türkischen Ägäis-Küste auf. Ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Tod des kurdischen Flüchtlingskindes Alan Kurdi – das Symbol für Europas Versagen an der Flüchtlingskrise. Ein Gespräch über Antworten der lokalen Bevölkerung auf das Leid von fremden Reisenden. Gamze Ongan: Deine Sabbaticalzeit war nicht...

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Briefwahl in Zeiten der Flucht

Während die halbe Welt in Trümmern liegt, Blut und Asche menschliche Körper bedecken, versinkt die Republik Österreich in einer Klebstoffkrise. Die nicht gut pickenden Wahlkartenumschläge führten dazu, dass die Wiederholung der bereits erfolgten Stichwahl für den nächsten Bundespräsidenten vor ihrer Abhaltung verschoben wurde – Zores in Raten, kurz gesagt. Liebe Welt in Trümmern, ‘tschuldigen, aber wir haben momentan andere Probleme, wir diskutieren die nicht schließenden Briefwahlkuverts. Aber...

Denn sie wissen, was sie tun. Rebel With a Cause

In den letzten Tagen und Wochen ist ein bisher völlig unbekannter Ort in das Zentrum der internationalen medialen Berichterstattung gerückt. Das griechische Dorf Idomeni direkt an der Grenze zu Mazedonien wurde zu einer Art Kristallisationspunkt des provozierten Versagens der europäischen Asylpolitik. In dem Grenzort mit knapp 120 EinwohnerInnen leben derzeit mehr als 10.000 Menschen in Zeltlagern, Anfang März sollen es über 14.000 gewesen sein. Auf ihrer Flucht...

Managing Migration Together - Mikl-Leitner, Kurz

Falsches Dominospiel

Die Bundesregierung will das Asylrecht in Österreich einschränken. Sie spricht von einem „Dominoeffekt“ und einer „Kettenreaktion der Vernunft“. Im Endeffekt geht es ihr um die Provozierung einer Panikreaktion bei den Regierungen der Nachbarstaaten. Ende Jänner fasste die österreichische Regierung einen Beschluss, von dem nur eines wirklich klar war: sie hatte keine Ahnung, was er vorsah. Die Zahl neuer Flüchtlinge im Land sollte irgendwie weniger werden. Die ÖVP...