Verbunden mit der Initiative Minderheiten: Alexander Pollak, Sprecher von SOS-Mitmensch

Heute in unserer Reihe: Alex Pollak, einer der wichtigsten Aktivist*innen in Sachen Menschenrechte und Flüchtlingspolitik.

 Fotos: 1990er Jahre, privat

Was hat Dich rund um das Jahr 1991 politisch bewegt?

Politisch bewegt haben mich in meinem Maturajahr die Waldheim-Affäre, der Aufstieg Haiders und der Golf-Krieg (USA-Irak).

Welche sind für Dich die wichtigsten (minderheiten-)politischen Errungenschaften der vergangenen 30 Jahre?

Anti-Diskriminierungsgesetzgebung, Ortstafeln in Kärnten, Menschenrechtsbeirat, Grundversorgung für Asylsuchende, Anerkennung von Roma sowie die Entstehung eines breiten Spektrums an zivilgesellschaftlichen Organisationen im Bereich Antirassismus und Menschenrechte.

Was beschäftigt Dich heute?

Mich beschäftigt noch immer Rassismus und Ungleichwertigkeitsdenken in all seinen Facetten. Weiters: der verrückte Ausschluss hier verwurzelter Menschen von Staatsbürgerschaft und Wahlrecht, wie das Zusammenleben unterschiedlichster Lebensentwürfe und Identitätskonzepte gut funktionieren kann, die soziale Verteilungsfrage und vieles mehr.

Was charakterisiert für Dich die Initiative Minderheiten und was möchtest du uns zum Geburtstag mitgeben?

Die Initiative Minderheiten steht für mich für große Ausdauer, das beständige Arbeiten an Themen abseits des Mainstreams und die Veränderung des Mainstreams. Ich wünsche der Initiative Minderheiten weitere 30 spannende und kämpferische Jahre!


Alexander Pollak ist Mitgeschäftsführer und Sprecher von SOS Mitmensch. Davor leitete er fünf Jahre lang Antidiskriminierungsprojekte bei der EU-Grundrechteagentur in Wien. Von 2003 bis 2013 war Pollak Redakteur bei der Sendung „Radio Stimme“ auf Orange 94,0.

 

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