MY EYES ON … „Heimkehren“ von Yaa Gyasi

Zwei Halbschwestern, die sich nie kennenlernen. Die eine wird mit einem britischen Offizier verheiratet, die andere wird gefangen genommen und als Sklavin nach Amerika gebracht. Eine Geschichte der Sklaverei und deren Auswirkungen bis in die Gegenwart.

Die Erzählung beginnt Ende des 18. Jahrhunderts in einem Asante Dorf an der Goldküste, das spätere Ghana, wo die beiden Schwestern Effia und Esi geboren werden. Effia wird mit James Collins, einem wohlhabenden Engländer verheiratet, dessen Cape Coast Castle das Headquater des britischen Sklavenhandels ist. Esi wird von den Briten gefangen genommen und nach Amerika verkauft. Bevor sie verschifft wird, ist sie im Verlies des Castles untergebracht, in dem mittlerweile ihre Schwester wohnt.

In ihrem Debütroman erzählt Yaa Gyasi, die 1989 in Ghana geboren wurde und als Kind mit ihrer Familie in die USA kam, die Geschichte der beiden Frauen und deren Nachkommen. Jedes Kapitel ist einer Person gewidmet. Die Autorin spannt so einen Bogen vom transatlantischen Sklavenhandel bis in die Gegenwart und verbindet 250 Jahre Geschichte von zwei Kontinenten.

Yaa Gyasi in einem Interview in „The Daily Show“:

http://www.cc.com/video-clips/3rbep4/the-daily-show-with-trevor-noah-yaa-gyasi—connecting-african-and-american-history-in–homegoing

Ein interessanter Artikel zur Rolle Benins im transatlantischen Sklavenhandel findet sich hier:

https://www.washingtonpost.com/world/africa/an-african-country-reckons-with-its-history-of-selling-slaves/2018/01/29/5234f5aa-ff9a-11e7-86b9-8908743c79dd_story.html?utm_term=.d87e1ba76230

 

Yaa Gyasi: Heimkehren,  DuMont Verlag, Köln 2017

Fotocredit: Deutschlandfunkt / Jana Demnitz

 

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